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sábado, 6 de fevereiro de 2010

Einmaliges Kreuz im All: Kollision im Asteroidengürtel






Andreas von Rétyi
Es kracht derzeit nicht nur auf unseren vereisten Straßen. Kürzlich prallten zwei Asteroidenbrocken im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter zusammen. Aktuelle Aufnahmen des »Hubble«-Weltraumteleskops liefern starke Indizien dafür. Es ist das erste Mal überhaupt, dass Spuren eines derartigen »Verkehrsunfalls« beobachtet werden. Was da jetzt aus dem Dunkel aufgetaucht ist, sieht aus wie ein kometenartiger Kleinplanet. Seine Bahn zählt zu jener Asteroidengruppe, die vor rund 100 Millionen Jahre aus einem noch größeren Zusammenstoß hervorgegangen sein dürfte und auch jenen Kometen lieferte, der am Ende der Kreidezeit wohl seinen Teil dazu beisteuerte, die Dinosaurier von der Erdoberfläche wegzupusten.


Die Aufnahme zeigt ein gespenstisches Kreuz im All, ganz wie eines jener finsteren Himmelszeichen, die in alten Chroniken zu finden sind! Im Mittelalter galten Kometen fast durchweg als Vorboten des Schreckens und Unheils, sie tauchten unvermittelt auf und leuchteten als riesige »Drohfinger« und »Zuchtruten« Gottes vom Himmel, um die Menschen zu ermahnen. Erst Edmond Halley gelang es, die Wiederkehr eines Kometen vorauszuberechnen.

Doch das aktuelle Foto erzählt eine ganz andere Geschichte, die sich erst vor Kurzem zugetragen hat. Und die dreht sich um eine wirklich besondere kosmische »Zunderkugel«, ein Objekt, das den nüchternen Namen P/2010 A2 mit sich herumschleppt. Der Fund glückte der Lincoln Near Earth Asteroid Research, in der Kurzfassung: LINEAR, ein Projekt am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Offiziell erklärtes Ziel ist es, gefährliche Himmelskörper vor einer Kollision mit der Erde zu entdecken, um möglichst noch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Weil so etwas natürlich eine willkommene Spielwiese für einstige Kalte Krieger bietet, wird das Programm nicht nur von der NASA finanziert, sondern auch von der US-Luftwaffe.


Am 6. Januar stieß LINEAR auf den seltsamen Asteroiden. Zunächst glaubten die Astronomen, hier einen der seltenen Hauptgürtel-Kometen aufgespürt zu haben – der also unter den Kleinplaneten des schon lange bekannten Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter kreist. Am 25. und 29. Januar wurde dann das Hubble-Weltraumteleskop auf den Exoten gerichtet. Und prompt erwies sich der als noch weit exotischer, oder buchstäblich sogar: X-otischer. Denn die viel besseren Bilder zeigen ein annähernd X-förmiges Muster nahe dem runden Kern an der Spitze einer langen Staubfahne.

Wenn sich ein einigermaßen normaler Komet unserer Sonne nähert, dann fängt er allmählich das »Schwitzen« an. Eis an seiner Oberfläche verdampft und reißt Staub mit nach draußen ins All. Dadurch bildet sich um seinen Kern eine gut sichtbare Hülle. Eigentlich lässt ja erst diese Koma einen Kometen richtig hell werden, zusammen mit dem Schweif, der durch die Wirkung solarer Strahlung entsteht und daher immer von der Sonne weggerichtet ist. Nur, was Hubble da abbildete, sieht nach totalem Chaos aus – salopp ausgedrückt, scheint der Komet neben seinen Latschen zu laufen. Statt einer Koma ist da dieses komische Kreuz, der kleine Kern befindet sich außerhalb des staubigen Gebildes, und irgendwie will das ganze Ding ohnehin nicht ins Kometenschema passen, denn von Eis und Gas keine Spur. Nur Staub und wieder Staub. Natürlich wird auch dieser »Kometen-Kehricht« vom Strahlungsdruck der Sonne weggedrückt, aber das macht noch keinen echten Kometen.




Nun treibt sich P/2010 A2 ja auch in einer verhältnismäßig warmen Zone herum, in der eigentlich nur knochentrockene Gesteinsbrocken seit Unzeiten ihre Kreise ziehen. Alles scheint derzeit dafür zu sprechen, dass zwei dieser Felsblöcke kürzlich aneinander gerieten, ziemlich unsanft sogar. Die beiden Asteroiden müssen mit beinahe 18.000 Stundenkilometern zusammengeprallt sein, was doch immerhin fünfmal schneller ist als eine Gewehrkugel: eine hyperschnelle Kollision im Sonnensystem, die wahrscheinlich streifend erfolgte, weil immerhin noch ein kleiner Kern übrig blieb, eben jener 150 Meter große Körper P/2010 A2. Ansonsten aber: Asche zu Asche und Staub zu Staub!

Das Kreuz markiert sehr bedeutungsvoll den Ort der Katastrophe – derzeit rund 170 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Nie zuvor haben Astronomen etwas Vergleichbares gesehen. Hinweise auf uralte Kollisionen gibt es im Asteroidengürtel mehr als genug. Jetzt aber ist es einer mehr, und das ganz aktuell. Die Bahn von P/2010 A2 ähnelt in auffallender Weise den Objekten der Flora-Asteroidenfamilie. Eine prähistorische Havarie erzeugte ihre Mitglieder. Eines davon könnte zum Massenmörder geworden sein und vor 65 Millionen Jahren die Dinos ausgelöscht haben. Astronomen beobachten die Überreste der jüngsten Kollision jetzt weiter, um auch die Bahn des »X-Oten« genauer zu bestimmen. Schickt die Flora-Familie uns Menschen nun vielleicht bald ebenfalls einen Killerkometen?

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